Durch die Übernahme von Veza stärkt ServiceNow das Identitäts- und Zugriffsmanagement seiner Plattform und vereinfacht die Integration von KI-Funktionalität.

Die Integration der Veza-Technologie in die Now Platform verankert Governance in jeder Ebene des Identitäts- und Zugriffsmanagements und verschafft Sicherheitsteams die nötige Übersicht, um komplexe Umgebungen zu verwalten. (Bild: Shutterstock)
Die Integration der Veza-Technologie in die Now Platform verankert Governance in jeder Ebene des Identitäts- und Zugriffsmanagements und verschafft Sicherheitsteams die nötige Übersicht, um komplexe Umgebungen zu verwalten. (Bild: Shutterstock)

Die Dezentralisierung der IT-Infrastruktur macht Security-Teams immer mehr zu schaffen. Eines ihrer größten Sorgenkinder ist dabei die unternehmensweite Benutzerverwaltung in Gestalt des Identity & Access Managements (IAM). Bei einer hohen zweistelligen oder dreistelligen Zahl von Anwendungen, jede mit ihrer eigenen Zielgruppe und abgestuften Rechtevergabe, wird es immer schwieriger nachzuvollziehen, wer einen Zugriff auf was hat, aus welchem Grund er/sie Zugriff darauf hat, was er/sie damit alles tun darf, und ob der Zugriff auf eine bestimmte Anwendung, der jemandem vor einigen Jahren gegeben wurde, heute noch gerechtfertigt ist. 

Ineffektive Prozesse, verteilte Verantwortlichkeiten und unkoordinierte IAM-Aktivitäten erschweren im Tagesgeschäft die Arbeit der Admins und das Risikomanagement der Unternehmen zusätzlich. Außerdem schafft diese Situation eine Menge neuer Einfallstore für Angreifer, die es auf die Identitätsinfrastruktur abgesehen haben. Die Folge: Der Missbrauch von Identitäten wird im „2025 Data Breach Investigations Report“ von Verizon Business als einer der aktuell häufigsten Angriffsvektoren geführt.

In einem neuen Report zu diesem Thema rät Gartner Unternehmen, Graubereiche und Verantwortungslücken zwischen verteilten IAM-Betriebsteams durch den Einsatz von Tools, Prozessen und Kennzahlen zu beseitigen, die ein vollständiges Bild über die vorhandenen Identitäten, Rechte, Bedingungen und Abhängigkeiten liefern. Nur so könnten sie sich einen Überblick über ihre gesamte IAM-Infrastruktur verschaffen und die daraus resultierenden Angriffsflächen erfassen.

IVIPs schaffen Übersicht

Die Visualisierungstools, die für mehr Übersicht sorgen, sind noch relativ neu auf dem Markt, doch sie gewinnen aufgrund der aktuellen Situation schnell an Bedeutung. Sie bieten visuelle Echtzeit-Dashboards zur Identifizierung von etwaigen IAM-Lücken und versetzen Security-Teams in die Lage, riskante Konfigurationen zu korrigieren und die Angriffsfläche für Identitäten schnell zu verkleinern. Die Integration dieser Tools in die Security-Infrastruktur würde außerdem helfen, Governance-Richtlinien automatisch durchzusetzen und Sicherheitslücken zu schließen, sobald diese auftreten.

Gartner kategorisiert diese Tools unter dem Namen Identity Visibility & Intelligence Platforms (IVIPs). Deren Aufgabe ist es, quer über Verzeichnisse, Verwaltungs-, Security- und IAM-Tools Identitätsdaten zu aggregieren, kategorisieren und zu visualisieren, sodass man eine einheitliche Ansicht über IAM-Daten, Aktivitäten, Ereignisse, Beziehungen, Konfigurationen und den aktuellen Status bekommt. Deren Benefit sei eine schnelle Verbesserung aller anderen integrierten IAM-Instanzen und -Funktionen sowie die Optimierung der Geschäftsabläufe und der Cybersicherheit insgesamt.

Die Now Platform bekommt IVIP-Features

ServiceNow hat kürzlich die Übernahme eines der technologisch führenden Unternehmen in diesem Bereich, Veza, angekündigt. Mit der Integration der Veza-Technologie in die Now Platform erweitert ServiceNow sein Security- und Risikomanagement-Portfolio um einen der derzeit wichtigsten Bereiche der Cybersicherheit. Damit erhalten auch ServiceNow-Kunden eine durchgängige Identitätssicherheit auf Basis des Least-Privilege-Prinzips und eine Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt nachzuvollziehen, wer oder was Zugriff auf ihre kritischen Daten, Anwendungen und Systeme hat. Außerdem können sie die Berechtigungen kontinuierlich an die sich wandelnden Rollen, regulatorischen Anforderungen und technologischen Entwicklungen anpassen. 

Herzstück der Veza-Technologie ist der patentierte Access Graph. Sein KI-nativer Ansatz für Identitätssicherheit stellt Unternehmen ein zentrales Dashboard zur Verfügung, mit dem sich übermäßig weitreichende Berechtigungen für menschliche und maschinelle Identitäten, einschließlich KI-Agenten, schnell erkennen und beheben lassen. Die skalierbare Plattform unterstützt alle IGA-Funktionen (Identity Governance & Administration) der nächsten Generation, darunter Zugriffsüberprüfungen, Zugriffsanfragen und einen Zugriffs-Hub sowie Berechtigungsaktualisierungen. Zudem ermöglicht sie eine durchgängige Transparenz, die herkömmliche Lösungen in dieser Form nicht bieten können. 

KI-Agenten sicher einsetzen

Die Akquisition ist angesichts der zunehmenden Nutzung von KI-Funktionalität und KI-Agenten auf der Plattform besonders wichtig, da die IVIP-Fähigkeiten von Veza auch KI-Artefakte erfasst. Dadurch entsteht eine durchgängige Plattform für Zugriffstransparenz und Risikokontrolle über alle Identitätsarten hinweg. Diese Grundlage verankert Governance in jeder Ebene des Identitäts- und Zugriffsmanagements und verschafft Sicherheitsteams die nötige Transparenz und Kontrolle, um komplexe Umgebungen zu verwalten und KI in allen Bereichen eines Unternehmens sicher einzusetzen.

„Veza wurde entwickelt, um die Identitätssicherheit für jedes Unternehmen transparent, skalierbar und effektiv zu gestalten“, erklärt Tarun Thakur, CEO von Veza. „Mit ServiceNow werden wir Kunden helfen, KI mit deutlich mehr Vertrauen zu nutzen. Indem wir Identitätsmanagement und Identitätssicherheit zu einem strategischen Vorteil machen, geben wir Unternehmen eine klare, integrierte Kontrolle über jede Form von Identität – ob sie zu einer Person, einer Maschine oder einem KI-Agenten gehört.“

Die Veza-Technologie verbessert in Kombination mit der Workflow-Funktionalität und den KI-Features der Now Platform auch den ServiceNow AI Control Tower, denn sie vereinfacht die Rechteverwaltung der KI-Agenten. Zudem ergänzt Veza bestehende ServiceNow-Sicherheits- und Risikomanagement-Produkte wie Vulnerability Response, Incident Response und Integrated Risk Management um wichtige Identitätskontexte.

Mehr über das IT Operations Management der ServiceNow-Plattform erfahren Sie hier

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