Investitionen in KI tragen erst dann Früchte, wenn die neue Technologie unternehmensweit eingesetzt werden kann. Doch hierfür braucht es auch einen ganzheitlichen Ansatz für die KI-Governance.

Ein Chief AI Officer ist am besten mit einem KI-Kompetenzzentrum bedient, in dem alle Fachbereiche und Unternehmensfunktionen vertreten sind und zusammenarbeiten. (Bild: ServiceNow)

Es gibt eine alte indische Parabel über eine Gruppe blinder Menschen, die zum ersten Mal einem Elefanten begegnen. Jeder berührt einen anderen Teil des Tieres. Der eine tastet das Bein ab und hält es für eine Säule. Ein anderer glaubt, der Rüssel sei ein Ast. Und ein dritter beschreibt das Ohr als Fächer. Jede Interpretation hat in gewisser Weise ihre Berechtigung, aber keine spiegelt die Realität wider.

Diese Parabel ist eine nützliche Analogie dafür, wie Unternehmen an die KI-Governance herangehen. Verschiedene Gruppen – Kunden, Partner, Produkt- und Entwicklungsteams sowie interne Governance-Verantwortliche – betrachten KI aus der eigenen Perspektive und kommen zu Schlussfolgerungen, die von ihren unmittelbaren Bedürfnissen geprägt sind.

ServiceNow sind die unterschiedlichen Erwartungshaltungen hinsichtlich des Managements von KI bekannt. Das Management sorgt sich über die Skalierung von KI und die Vermeidung von Sicherheitsrisiken. Engineering-Teams wünschen sich Best-Practice-Leitlinien für das Management von KI-Risiken wie Halluzinationen und Datenlecks. Fachbereiche versuchen abzuschätzen, wie sich KI-Governance auf ihre tägliche Arbeit auswirkt und wie abteilungsübergreifende Projekte die KI-Einführung beschleunigen könnten.

Projektmanager möchten wissen, wie sie eine Verbindung zwischen Nachfragemanagement, KI, Investitionen und ihren Roadmaps herstellen können. Compliance-Teams konzentrieren sich auf das Management von Risiken und die Einhaltung von Vorschriften, wie beispielsweise dem KI-Gesetz der EU. Sicherheitsteams versuchen, Kontroll- und Überwachungsmechanismen für KI-bezogene Risiken wie Datenfälschung und Datenlecks einzurichten. Enterprise-Architekten müssen Standards für die interne Nutzung von KI festlegen.

Eine zentrale Aufsichtsinstanz ist nötig

Die Perspektive jeder Interessengruppe ist durch ihre eigenen Prioritäten geprägt, doch erst die Kombination all dieser Standpunkte ergibt die komplexe Landschaft, die definiert, wie die KI-Governance aussehen sollte. Die Frage ist: Wie kann man mit KI schneller vorankommen, ohne sich allzu sehr von den Partikularinteressen einzelner Teams leiten zu lassen? Was wiederum zu einer viel wichtigeren Frage führt: Wie können Teams zusammenarbeiten und individuell zur KI-Governance beitragen, mit dem Ziel, deren Geschäft mit KI zu transformieren?

Um die Einführung von KI in Unternehmen voranzutreiben, haben viele Organisationen ein KI-Kompetenzzentrum (Center of Excellence, CoE) eingerichtet, das von einem Chief AI Officer geleitet wird. Dieser ist meist dem Chief Technology Officer oder Chief Information Officer unterstellt. Das KI-Kompetenzzentrum arbeitet mit Produktteams und verschiedenen Unternehmensfunktionen zusammen, um die KI-bezogenen Aktivitäten der Organisation zu steuern, darunter KI-Strategie, Governance, Umsetzung, Überwachung und Wertschöpfung.

CoEs verfolgen bei ihrer Aufsichtstätigkeit in der Regel einen von zwei Ansätzen – Best-of-Breed oder eine zentrale Plattform. Einige entscheiden sich für punktuelle Lösungen, die sich auf Compliance, Bestandsaufnahme, Erkundung und/oder die Überwachung großer Sprachmodelle (LLM) konzentrieren. Diese Punktlösungen arbeiten isoliert, was es schwierig macht, Arbeitsabläufe zu vereinheitlichen oder die Einführung zu skalieren. Noch wichtiger ist, dass sie KI oft nicht mit einem zentralen Verwaltungssystem – typischerweise einer Konfigurationsmanagement-Datenbank (CMDB) – koppeln, was den Aktionsradius der KI einschränkt.

Ein Kontrollturm für das KI-Management 

Um KI zu skalieren, benötigt man einen integrierten Satz von Funktionen, der die verschiedenen Aspekte der KI-Planung, -Bereitstellung und -Überwachung im gesamten Unternehmen berücksichtigt. Ebenso wie Eisenbahnunternehmen, Arbeiter, Investoren und Ingenieure gemeinsam daran arbeiteten, Gleise zu verlegen, Kohle zu liefern, Bahnhöfe zu bauen und Zugstrecken zu planen, um den Westen der USA zu erschließen, müssen Unternehmen viele Ressourcen und Fähigkeiten koordinieren, um das Beste aus ihren KI-Aktivitäten herauszuholen.

Entsprechend ging auch ServiceNow die Aufgabe der KI-Governance an und entwickelte den AI Control Tower als zentrale Plattform für die Verwaltung, Steuerung und Überwachung von KI-Strategie, Governance und Compliance. Einzelne Teams können KI immer noch unabhängig implementieren, aber der Control-Tower-Ansatz ermöglicht es ihnen, sich auf eine umfassendere Transformation des Unternehmens auszurichten und diese zu unterstützen, ohne durch aufwändige und unzusammenhängende Governance-Prozesse ausgebremst zu werden.

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Mit AI Control Tower kann ein CoE die KI-Governance in das gesamte KI-Ökosystem des Unternehmens einbetten und gleichzeitig die Geschäftsziele und die unterschiedlichen Anforderungen der Fachbereiche berücksichtigen:

  • AI Control Tower bietet einen zentralen Ort für die Verwaltung, Überwachung, Messung und Kontrolle aller KI-Aktivitäten.
  • Das KI-Inventar (enthalten in der CMDB) unterstützt sowohl die manuelle Eingabe als auch die automatisierte KI-Erkennung und verknüpft die KI mit den Geschäftsanwendungen, Dienstleistungen und der Infrastruktur des Unternehmens.
  • Der Onboarding-Prozess identifiziert automatisch relevante Risiken und richtet die erforderlichen Kontrollen zur Steuerung jedes KI-Agenten, Modells oder Assets ein.
  • Die Engineering-Teams verfügen über die Systeme und Anleitungen, um KI-Lösungen zu erstellen, zu integrieren und in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen.
  • Die Teams für Programm-Management, Risikomanagement, Compliance, Sicherheit, IT, Daten-Governance, Rechtsfragen und andere Bereiche können ihre KI-bezogenen Aktivitäten mit einer vom KI-CoE verwalteten, unternehmensweiten KI-Strategie verbinden und auf diese abstimmen.

Innovationsfähigkeit und KI-Aufsicht im Gleichgewicht

Der ServiceNow AI Control Tower berücksichtigt und verbindet unterschiedliche Stimmen und Prioritäten auf eine Weise, die skalierbar ist, Mehrwert schafft und sich gemeinsam mit organisatorischen Veränderungen weiterentwickelt. Er reicht über die reine Governance hinaus, um Innovation mit verantwortungsvoller Aufsicht in Einklang zu bringen und gleichzeitig Zusammenarbeit, Anpassungsfähigkeit und langfristige Transformation zu fördern.

Der ganzheitliche Ansatz des AI Control Tower entspricht den Anforderungen der Geschäftswelt im KI-Zeitalter. Isolierte Lösungen oder einzelne KI-Förderer in der Führungsetage sind nicht in der Lage, die Herausforderungen der KI-Aufsicht in allen Unternehmensbereichen bewältigen. Nötig ist vielmehr ein fachbereichsübergreifendes Team mit zentraler Aufsicht, das eine einzige Plattform mit einem einheitlichen Datenmodell nutzt. Dieses Team hat die Aufgabe, Gespräche über KI-Strategie, Governance, Umsetzung und Wert mit wichtigen Stakeholdern – Kunden, Partnern und Dritten – zu führen.

Erfolgreiche Unternehmen, die ein florierendes KI-Ökosystem aufbauen, tun dies, indem sie ihre Mitarbeiter dazu befähigen, sich für die Einführung von KI einzusetzen, damit sie gemeinsam ihre Geschäftsziele erreichen und übertreffen können. Mit anderen Worten: Sie können den ganzen Elefanten mitsamt Beinen, Rüssel und Ohren visualisieren.

Erfahren Sie hier, wie der ServiceNow AI Control Tower Ihnen helfen kann, Ihre KI-Aktivitäten selbstbewusst und verantwortungsvoll zu skalieren. 

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