
Die Digitalisierung ist seit Jahren dabei, die Wirtschaft komplett umzukrempeln. Schnellere Geschäftsprozesse und neue Umsatzchancen sind dabei die eine Seite der Medaille, doch es gibt leider auch eine andere: Die digitalisierte Welt steckt voller neuer Risiken, die gravierende Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben können, sollte zum Beispiel ein Cyberangriff nicht erfolgreich abgewehrt werden können. Hinzu kommen die strukturellen Veränderungen der Wirtschaft, die mit einem erhöhten Fachkräftemangel und sich rasch verändernden Märkten einhergehen.
Wirtschaftsführer, die das Wachstum ihres Unternehmens aufrechterhalten möchten, müssen überdenken, wie sie diesem neuen Status quo gerecht werden und nachhaltige Resilienz aufbauen können. Wer nicht schnell genug ist, sich nicht schnell an Risiken anpassen und keinen datenbasierten Ansatz verfolgen kann, wird letztendlich zurückbleiben. Unternehmenswachstum ist mit einer gewissen Risikobereitschaft verbunden, allerdings bedingt diese ein zeitgemäßes Risikomanagement. Dieses lässt sich durch folgende vier wichtige Schritte erlangen.
1. Risikomanagement ganzheitlich betrachten
Ohne ein einheitliches Verständnis der Risiken ist es unmöglich, Bedrohungen zeitnah zu erkennen und zu bekämpfen. Ein ganzheitlicher Ansatz im Umgang mit Risiken ist das Markenzeichen wirklich resilienter Unternehmen. Dies bedeutet, funktionale Silos zu beseitigen und funktionsübergreifende Risikomanagementteams durch einen integrierten, datenbasierten und analytischen Ansatz zu unterstützen, um ein gemeinsames Verständnis und ein gemeinschaftliches Verantwortungsgefühl für Resilienzinitiativen zu entwickeln.
Eine aktuelle Studie von ServiceNow und ThoughtLab hat ergeben, dass 86 Prozent der Führungskräfte, die in der EMEA-Region als „risikobereit“ eingestuft wurden, bereits einen umfassenden Risikoansatz verfolgen, verglichen mit nur 68 Prozent der Führungskräfte, die als „weniger gut vorbereitet“ eingestuft wurden.
Um eine ganzheitliche Denkweise im Unternehmen zu verankern, müssen alle Abteilungen – von der IT über das Marketing bis hin zum Finanz- und Personalwesen – zusammenarbeiten. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung einer gemeinsamen Risikostrategie. Eine Standardisierung von Risikobewertungen und Szenarioplanung kann dazu beitragen, einen integrierten Ansatz in diesem wichtigen Bereich zu fördern. Das Ziel ist, über reaktives, Compliance-basiertes Risikomanagement hinauszugehen und proaktiv Resilienz in allen Geschäftsbereichen herzustellen.
2. Die Unterstützung der Unternehmensführung sichern
Damit Risiken ganzheitlich betrachtet werden können, müssen alle Beteiligten eingebunden werden. Untersuchungen von ServiceNow zeigen, dass derzeit zwei Drittel der CEOs den vollen Wert resilienter Systeme und Prozesse für die Aufrechterhaltung von Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit nicht erkennen.
Das ist ein Problem, denn die Kultur, die für den Aufbau und die Aufrechterhaltung eines integrierten Ansatzes für das Risikomanagement erforderlich ist, wird von oben beeinflusst. CEOs spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Vision für das Risikomanagement im gesamten Unternehmen. Die Abstimmung auf Führungsebene ist daher ein wichtiger Schritt, um eine Kultur der Bereitschaft im gesamten Unternehmen zu fördern.
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Es liegt an anderen Führungskräften in der Chefetage, sich darauf zu konzentrieren, überzeugende Argumente für ein ganzheitliches Risikomanagement als geschäftliche Notwendigkeit – und nicht nur als Abwehrmaßnahme – zu finden. Der beste Weg, die Unterstützung von CEOs zu sichern, führt über eine kontinuierliche Szenarioplanung, die auf den neuesten Daten und Erkenntnissen basiert, sowie eine offene Diskussion über die Rolle von Resilienz als Wettbewerbsvorteil.
3. Eine zeitgemäße Lösung auswählen
Viele der vorhandenen Governance-, Risk- und Compliance-Lösungen (GRC) wurden implementiert, bevor in großem Maßstab digitale Technologien eingeführt wurden. Infolgedessen sind Teams oft gezwungen, mit manuellen, veralteten und inkonsistenten Verfahren beim Risikomanagement zu arbeiten, die keine Echtzeiteinblicke in das unternehmensweite Risiko bieten.
Doch obwohl Technologien ein wichtiger Faktor für Resilienz sind, ist nicht jede gleichermaßen gut geeignet. Die Auswahl der richtigen Lösungen ist entscheidend, um neuen Entwicklungen gerecht zu werden. Wie differenziert man beispielsweise seinen Service, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Geht man auf die Anforderungen unterschiedlicher Altersgruppen ein, um das Beste aus jedem Mitarbeiter herauszuholen? Ist bereits ein datengesteuerter Ansatz für das Risikomanagement im Einsatz, der die vielen Datenpunkte im Unternehmen auf automatisierte und zuverlässige Weise verbindet?
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Bei der Wahl der richtigen Lösung sollten sich Unternehmen auf drei grundlegende Elemente konzentrieren: Geschwindigkeit, Intelligenz und Experience. In der Praxis sieht das so aus, dass Arbeitsabläufe im gesamten Unternehmen reibungslos ablaufen, Entscheidungen in Echtzeit getroffen werden können und eine nahtlose Experience für Mitarbeiter und Kunden geschaffen wird. Die Grundlage dafür ist eine datenorientierte Kultur, in der moderne Ansätze für das Risikomanagement in digitale Workflows eingebettet sind. So erhält man neue Einblicke und fördert eine bessere Entscheidungsprozesse.
Automatisierte Lösungen sind hier ein leistungsstarker Wegbereiter. Ihre Fähigkeit, Prozesse zu automatisieren und verstecktes Effizienzpotenzial aufzudecken, kann dazu beitragen, Reibungsverluste zu reduzieren und wichtige Einblicke zu gewinnen. Mit mehr Geschwindigkeit und Intelligenz können Unternehmen schnell risikobasierte Entscheidungen treffen und Unterbrechungen minimieren.
4. Planvoll die Implementierung angehen
Der Aufbau von Resilienz durch digitale Transformation sollte in vier Phasen erfolgen:
- Eine datenorientierte Kultur etablieren: Entwickeln Sie mit Unterstützung der Unternehmensspitze eine datenorientierte Denkweise, die auf einer digitalen All-in-One-Plattform basiert.
- Prozesse modernisieren: Diese Plattform muss dazu beitragen, die Reibungsverluste bei der Mitarbeiter-Experience zu verringern und die Anzahl der Prozesse zu minimieren. Sie muss zudem die Prozesse vereinfachen und standardisieren, indem sie moderne Tools und innovative Lösungen für die Mitarbeiter bereitstellt.
- Ineffizienzen optimieren: Die Vernetzung des gesamten Unternehmens über eine digitale Plattform schafft Transparenz und identifiziert verbleibende Reibungspunkte. Diese können dann durch Automatisierung optimiert werden, um Entscheidungen in Echtzeit zu treffen und die Betriebskosten zu senken.
- Zukünftige Veränderungen finanzieren und unterstützen: In dieser Phase können Unternehmen ihre Abläufe effektiver und kostengünstiger gestalten. Sie erhalten so die notwendige Flexibilität, um effektiv für die Zukunft planen zu können. Das Ziel besteht darin, sich nicht mehr nur mit der Verwaltung der heutigen Schulden, Altsysteme und komplexen Trends zu befassen, sondern mithilfe eines nachhaltigen, datengesteuerten Ansatzes die Bedrohungen von morgen zu bewältigen.
Die Weichen für die Zukunft setzen
Der Bedarf an betrieblicher Resilienz war noch nie so groß wie heute. Die Herausforderungen mögen beängstigend erscheinen. Doch Unternehmen, die einen proaktiven, ganzheitlichen und datengesteuerten Ansatz verfolgen – mit unerschütterlicher Führung, fachbereichssübergreifender Zusammenarbeit und strategischer technologischer Unterstützung – werden am besten in der Lage sein, eine unsichere Zukunft zu meistern.
Welche Möglichkeiten ServiceNow für die Etablierung eines ganzheitlichen Risikomanagements bietet, erfahren Sie hier.
