Die nahtlose Kommunikation und Abstimmung zwischen KI-Agenten ist eine unabdingbare Voraussetzung für den erfolgreichen Betrieb einer KI-Infrastruktur. Durch die Vorstellung des AI Agent Fabric wird sie nun erfüllt.

Die Vision vom künftigen KI-gestützten Betrieb eines Unternehmens sieht vor, dass Hunderte von KI-Agenten in jeder Abteilung grundlegende kognitive Aufgaben wie die Aufbereitung und Analyse von Informationen übernehmen und in Abstimmung mit Menschen Teile von Geschäftsprozessen und Workflows selbstständig erledigen. Diese Vision wird bereits innerhalb einzelner Cloud-basierter Plattformen wie ServiceNow, SAP oder Workday implementiert und Kunden berichten von deutlichen Effizienzgewinnen.
Die Vision sieht allerdings auch vor, dass die KI-Agenten der einzelnen Plattformen auch mit ihren „Kollegen“ aus anderen Plattformen kommunizieren und sich mit ihnen abstimmen können – ganz so, wie auch Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen es handhaben. Das gilt insbesondere für autonome KI-Agenten, die unter menschlicher Aufsicht ganze Teile von Arbeitsabläufen eigenverantwortlich übernehmen sollen. Für diesen Zweck wurden bereits eine Reihe von Kommunikationsprotokollen entwickelt, darunter Agent-to-Agent (A2A) von Google oder das Model Context Protocol (MCP) von Anthropic.
Um diese Kommunikation zu koordinieren und die dazugehörigen Workflows zu orchestrieren, braucht es eine übergreifende Instanz, die idealerweise auch die Themen Sicherheit, Governance, und Compliance adressiert. Diese Instanz wurde nun von ServiceNow in Gestalt des AI Agent Fabric auf der Knowledge 25 vorgestellt, der Kunden- und Partnerkonferenz von ServiceNow. Es bildet die technologische Grundlage für eine reibungslose Kommunikation und Koordination innerhalb komplexer KI-Ökosysteme und ermöglicht eine native Zusammenarbeit zwischen agentenbasierten Systemen.
Nach allen Seiten offen
„AI Agent Fabric ist eine dynamische, vernetzte Schicht, über die KI-Agenten kommunizieren, sich abstimmen und kontinuierlich voneinander lernen“, erklärt Dorit Zilbershot, Group VP of AI Experiences and Innovation bei ServiceNow. „Sie standardisiert die Kommunikation von Agent zu Agent, von Orchestrator zu Orchestrator und von Agent zu Tool – oder auch zwischen kompletten agentischen Systemen, basierend auf Protokollen wie MCP oder A2A. Damit stellt es sicher, dass sowohl ServiceNow- als auch Drittanbieter-Agenten dynamisch Informationen austauschen können.“
Dank des AI Agent Fabric können die KI-Agenten von ServiceNow – mittlerweile mehrere Tausend im produktiven Einsatz – nahtlos mit den Agenten anderer Plattformen und Anbieter zusammenarbeiten: Als Teil eines intelligenten, vernetzten Systems teilen sie Kontextinformationen, koordinieren ihre Aktionen und erzielen gemeinsam Ergebnisse. Gemeinsam mit den KI-Agenten, die Kunden über das ServiceNow AI Agent Studio entwickeln, sowie durch die Integration von Produkten und Plattformen anderer Anbieter – darunter Accenture, Adobe, Box, Cisco, Google, IBM, Jit, Microsoft und Zoom – eröffnen sie neue Möglichkeiten der Integration von KI-Funktionalität in Geschäftsprozessen.
Über diesen Weg lassen sich die gemeinsamen Workflows unterschiedlicher KI-Systeme abstimmen und optimieren, und das über eine Vielzahl von Plattformen und Services hinweg. Die neuen Integrationen erweitern den ServiceNow Marketplace, auf dem das Partner-Ökosystem von ServiceNow eigene Agenten auf der ServiceNow KI-Plattform erstellen und anbieten kann und damit das bestehende Angebot von ServiceNow ergänzt.
Höhere Anforderungen an die Governance
ServiceNow ist sich dabei bewusst, dass die Now Platform durch die Integration von KI-Funktionalität sowie durch die Offenheit des AI Agent Fabric und des im vergangenen Jahr vorgestellten Workflow Data Fabric neue und komplexere Sicherheits- und Governance-Anforderungen erfüllen muss. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Kunden nicht nur eines, sondern mehrere Agentensysteme betreiben werden“, sagt Zilbershot. „Sie müssen Tausende von KI-Agenten mit verschiedenen Modellen und unterschiedlichen Agentensystemen verwalten. Dabei müssen sie sicherstellen, dass sie den Überblick über die gesamte KI-Infrastruktur behalten und alle Kennzahlen über Adoption, Wertschöpfung, Sicherheit und mögliche Risiken im Griff haben.“
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Für diesen Zweck wurde auf der Knowledge 25 der AI Control Tower vorgestellt. Er ist in allen Workflows der ServiceNow KI-Plattform integriert und baut auf dem kürzlich angekündigten AI Agent Orchestrator auf. Er zentralisiert Strategie, Governance, Leistung und Management über das gesamte KI-Ökosystem hinweg und fördert gleichzeitig unternehmensweite Compliance und Verantwortlichkeit. „Der AI Control Tower ermöglicht unseren Kunden, ihre KI-Assets unternehmensweit zu steuern und zu verwalten, sodass sie die volle Kontrolle über alles haben, was sie tun. Sie können außerdem die Risiken und Compliance-Probleme verstehen, die entstehen könnten“, erklärt Dorit Zilbershot.
Tiefgreifende Security- und Managementstrukturen
Sicherheitstechnisch ergänzt der AI Control Tower die Security-Features des Workflow Data Fabric, einer integrierten Datenschicht, die strukturierte, semi-strukturierte, unstrukturierte und Streaming-Daten für Workflows und KI-Funktionen bereithält und auch externe Datenquellen einbinden kann. Darin werden die Daten mit den für den jeweiligen Workflow passenden Zugriffsberechtigungen versehen. Außerdem kann Workflow Data Fabric zusätzliche Sicherheitsparameter für Daten auf externen Plattformen wie Amazon Redshift oder Databricks verarbeiten. Dadurch entsteht eine äußerst engmaschige Kontrollstruktur mit Vorgaben darüber, welche Daten einem KI-Agenten oder einem Workflow zugänglich gemacht werden.
Die Integration von KI, Daten und Workflows, inklusive der dazugehörigen Governance auf einer einheitlichen Plattform macht das Angebot von ServiceNow einzigartig auf dem Markt – mit entsprechenden Vorteilen für Kunden. „Das reduziert den Overhead und die Kosten für unsere Kunden erheblich“, sagt Dorit Zilbershot. „Wenn man ein eigenständiges agentisches System verwendet, muss man erst sicherstellen, dass es alle Daten verbindet und alle Workflows und Aktionen bereitstellt, die eine bestimmte User Experience vorsieht. All das ist in der Now Platform bereits vorhanden. Darüber hinaus verfügen wir über die richtigen Tools für die Implementierung, die Steuerung und die Überwachung der KI-Agenten in einer Unternehmensumgebung. Dank AI Agent Fabric können wir mit all den verschiedenen Systemen kommunizieren und zusammenarbeiten, um die Erstellung und den Betrieb von End-to-End agentenbasierten Workflows zu unterstützen.
Mehr über die Neuheiten, die auf der Knowledge 25 vorgestellt wurden, finden Sie hier.
