Die Pandemie hat für einen mächtigen Digitalisierungsschub gesorgt und die Rolle der IT im Unternehmen enorm aufgewertet. KI verspricht, diese Entwicklung auf ein neues Niveau zu heben.

Digitale Technologien beherrschen bereits seit Jahren das Gebiet der Innovation und seit der breiten Verfügbarkeit von Künstlicher Intelligenz gibt es in den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen nur noch ein Thema: Wie können wir diese Technologie nutzen, um unser Innovationsfähigkeit weiter auszubauen und das Unternehmen wirtschaftlich voranbringen?
Bei dieser Frage richten sich alle Augen in Richtung IT, und insbesondere an den CIO. Als der Verantwortliche für digitale Technologien ist er derjenige, der über die notwendigen Kenntnisse und Mittel verfügt und von dem erwartet wird dass er, über die Möglichkeiten zur Innovation Bescheid weiß und die Umsetzung innovativer Technologien ermöglicht. Das bestätigt auch eine kürzlich von ServiceNow und ThoughtLab durchgeführte Studie zur neuen Rolle von IT-Führungskräften im KI-Zeitalter, an der auch 200 Personen in Europa teilnahmen.
Demnach sind IT-Führungskräfte noch mehr in den Fokus gerückt und ihr Tätigkeitsbereich wächst weiter. Chief Information Officers, Chief Technology Officers und andere IT-Führungskräfte sind heutzutage für eine Vielzahl von Aufgaben verantwortlich, von denen einige weit außerhalb des traditionellen Zuständigkeitsbereichs der IT liegen. Während einige Führungskräfte die Gelegenheit nutzen, um „Chief Everything Officers“ zu werden, versuchen andere zu priorisieren und zu delegieren.
KI braucht einen langfristigen ROI-Plan
In der Vergangenheit hat die Unternehmensleitung (CxO-Level) IT-Führungskräfte danach beurteilt, ob sie in der Lage sind, ein gut funktionierendes IT-Team zu leiten. Vorstände und Unternehmensleiter bewerten heute ihre Kollegen eher danach, ob sie den Umsatz steigern und einen wirtschaftlichen Mehrwert für das Unternehmen schaffen können.
KI spielt bei dieser Entwicklung natürlich eine wichtige Rolle. Die Unternehmensleitung versteht, dass sie Technologie strategisch einsetzen muss, um ihren ROI zu maximieren, anstatt Ad-hoc-Investitionen in KI-Tools zu tätigen. Hierfür benötigen sie allerdings das technische Know-how ihrer Kollegen in der IT. Tatsächlich gaben mehr als 60 Prozent der befragten IT-Führungskräfte an, dass sie aktiv mit der Chefetage zusammenarbeiten, um die Geschäftsstrategie festzulegen und Veränderungen zu managen.
IT ist fest in der Businessplanung verankert
IT-Führungskräfte werden heute generell stärker in die Festlegung der Geschäftsstrategie einbezogen. Etwa zwei Drittel der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie sich heute stärker mit Kostenmanagement und Rentabilität beschäftigen als früher, und etwa die Hälfte konzentriert sich auf die Steigerung des Marktwerts des Unternehmens.
Spiegelt sich diese neue Ausrichtung der IT-Führung in den Ergebnissen wider? Bei digitalen Vorreitern, also diejenigen Unternehmen, welche die Rolle der IT aktiv weiterentwickeln und strategische Veränderungen im gesamten Geschäftsbetrieb umsetzen, lautet die Antwort: Ja. Das liegt der Studie zufolge daran, dass sie stärker auf Zusammenarbeit ausgerichtet sind als andere Unternehmen. Im Vergleich zu anderen Unternehmen arbeitet die IT-Führung bei digitalen Vorreitern viel häufiger mit der Unternehmensleitung zusammen, insbesondere mit dem CEO und dem Chief Human Resources Officer.
In großen Unternehmen verwandeln Vorreiter die IT-Abteilung in ein Hybrid aus Kostenstelle und Umsatzgenerator. Dieses hybride Modell hilft Unternehmen, ihren Betrieb zu optimieren und IT-Ressourcen effizienter einzusetzen.
KI verändert die Firmenkultur
Laut Umfrage ist KI der Auslöser vieler kultureller Veränderungen, die unter Arbeitnehmern Unsicherheit schüren. Vorreiter sind sich bewusst, dass sie in dieser Situation besonders dazu in der Lage sind, eine Führungsrolle zu übernehmen. Sie haben ein besseres Verständnis von KI als alle anderen, sodass sie ihre Mitarbeiter inspirieren, ihre Vision von der Zukunft artikulieren und auf die Kraft der Innovation setzen können.
Um dies zu erreichen, arbeiten die Führungskräfte der Vorreiter an ihren Soft Skills, einschließlich Kommunikation, Problemlösung und Führungskompetenz. Tatsächlich setzen fast 70 Prozent der Befragten dieser Gruppe auf kollaborative und zwischenmenschliche Fähigkeiten. Bei den anderen Umfrageteilnehmern sind es nur 34 Prozent.
Im Rahmen dieses kulturellen Wandels übernehmen Vorreiter auch eine führende Rolle bei Rekrutierung und Weiterbildung. Etwa 45 Prozent von ihnen arbeiten mit der Personalabteilung zusammen, um KI-orientierte Schulungsprogramme zu entwickeln. Bei den anderen Umfrageteilnehmern lag der Anteil bei unter einem Drittel.
Da Unternehmen zunehmend auf Tools wie KI angewiesen sind, werden Soft Skills immer wichtiger. IT-Führungskräfte, die in der Lage sind, Widrigkeiten zu trotzen und „Chief Everything Officers“ zu werden, wissen die einzigartigen menschlichen Qualitäten zu nutzen, die uns ausmachen.
Weitere Informationen finden Sie in der kostenlosen Innovations-Roadmap für IT-Führungskräftevon ServiceNow.
